Plitvicer Seen und ein unvergesslicher Geburtstag in Slowenien

Tag 15: Do, 29.09.2016: Otočac- Plitvicer Seen -Bled (21km+259km)

Heute ist der Tag der Tage. Die Plitvicer Seen stellten für mich bei der Reisevorbereitung neben der tollen Strände das Highlight unserer Kroatien-Reise dar. Hin und hergerissen zwischen der absoluten Begeisterung dieses Naturschauspiels und der Sorge, wie wir die Wanderung mit Emilia am Besten meistern, schenkte ich diesem Tag die meiste Zeit bei der Reisevorbereitung. Schnell fand ich heraus, dass der Park nicht kinderwagentauglich ist. Irgendwo habe ich mal gelesen, dass man einem Kind pro Lebensjahr einen Kilometer Laufstrecke zumuten kann. Damit ist Emilias Radius mit ihren 2 Jahren nicht sonderlich groß. Folglich führte kein Weg an einer Kraxe vorbei. Bei Ebay-Kleinanzeigen wurde ich fündig und ergatterte im letzten Moment vor unserer Abreise ein gebrauchtes Exemplar unserer  Wunschkraxe. Aber wird Emilia sich auf die Kraxe einlassen? Den ganzen Urlaub nahm ich mir vor, die Kraxe mal zu testen und Emilia an sie heranzuführen. Aber irgendwie hat es sich nicht ergeben und so mussten wir es drauf ankommen lassen. Wird schon schief gehen…

Wir sind früh wach, haben schnell gefrühstückt und uns ein üppiges Lunchpaket vorbereitet. Und dann kann es auch schon los gehen. Von Otočac brauchen wir noch etwa eine halbe Stunde bis wir das Wohnmobil auf Parkplatz 2 des Nationalparks parken.

Hier ist schon reges Treiben und Touristen aus aller Welt wollen sich das Naturschauspiel ebenso wie wir ansehen. Auf geht es. Emilia ist von der Kraxe sofort begeistert. Meine Sorge war mal wieder völlig umsonst.

Der Nationalpark ist sehr gut erschlossen. Ein gut ausgebautes Wegenetz führt entlang der Seen und über sie hinweg, meist sind es schmale Holzstege, allerdings auch viele Stufen. Nein, ein Kinderwagen wäre hier wirklich fehl am Platz. Es gibt mehrere gut ausgeschilderte Touren. Wir entscheiden uns für „Tour H“. Mit ihrer Länge von 9km zu Fuß sowie einer Bootsüberquerung des großen Sees erscheint sie uns für unsere Bedürfnisse ideal.

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Die Wanderung startet bei den oberen Seen. Ein Bus bringt uns von Eingang 2 zum Startpunkt der Wanderung .

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Anschließend heißt es einfach nur die unglaubliche Landschaft genießen.

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Das unglaubliche Grün, die unzähligen Blautöne des Wassers, die Fische, Enten und Vögel, die uns auf unserem Weg begegnen, begeistern jeden von uns 3en im gleichen Maße.

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Den großen See überqueren wir per Elektroboot. (Leider) verschläft Emilia die schöne Überfahrt.

Abschließend kann man sagen, dass die Plitvicer Seen ein absolut lohnendes Ziel darstellen. Von der Adriaküste sind sie in 1,5 Stunden gut erreichbar und wirklich sehenswert. Und auch mit Kleinkind ist ein Tag im Nationalpark gut zu meistern. Am Ende war Emilia zugegebenermaßen etwas nörgelig, aber in Summe hat sie ihr Pensum von 2km zu Fuß zurückgelegt und den Rest der Strecke auf Papas Rücken genossen. Durch die vielen Tiere im Park ließ sie sich gut ablenken – und in der größten Not mussten ein paar Gummibärchen dran glauben.

Am Ende ist es einer dieser Tage, an dem man geschafft aber glücklich über einem großen Topf Pasta sitzt, die Fotos des Tages sichtet und auf einen wundervollen Tag zurückblickt.

Unter normalen Umständen wäre dies auch mehr als ausreichend Programm für heute gewesen. Wir würden uns ein lauschiges Übernachtungsplätzchen suchen und uns früh zu Bett legen. Die nötige Bettschwere hätten wir bereits. Aber Morgen ist Emilias 2. Geburtstag. Und diesen soll sie auf gar keinen Fall auf der Autobahn feiern müssen.

Vor der Reise habe ich einen schönen Campingplatz in Bled in Slowenien rausgesucht, der auf unserem Heimweg liegt. Am liebsten würde ich dort Emilias Geburtstag feiern. Aber bis dahin sind es noch 250km. Sehr weit für Lizzy. Sehr weit nach so einem anstrengenden Tag. Aber liebende Eltern machen für ihre Kinder das Unmögliche möglich – und so fahren wir tatsächlich noch bis nach Bled. Mitten in der Nacht erreichen wir den Campingplatz und schlafen vor dem verschlossenen Tor.

Übernachtungsplatz: VOR dem Camping Bled (0€)

Tag 16: Fr, 30.09.2016: Bled (0km)

Heute ist Emilias zweiter Geburtstag! Was für ein besonderer Tag für uns. Um ihn gebührend zu beginnen fahren wir sofort nach dem Aufwachen auf den Campingplatz. Wir checken ein, kaufen beim Bäcker frisches Gebäck, suchen uns ein schönes Plätzchen und dann kann die Party steigen.

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Da es draußen noch sehr frisch ist, frühstücken wir im Wohnmobil und Emilia packt nach dem Frühstück fleißig Geschenke aus.

Anschlißend spazieren wir entlang des schönen Bleder Sees in die Stadt.

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Der Weg ist wunderschön und die Aussicht auf das türkisfarbene Wasser mit den Alpen im Hintergrund ist ein Traum.

Da heute Emilias großer Tag ist, haben wir unsere Aktivitäten voll auf sie ausgerichtet. Und da unsere Badenixe an der doch recht kalten Adria leider nicht auf ihre Kosten gekommen ist, beschließen wir, in eine Therme zu gehen.

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Wie man sieht, hatte Emilia, und wir folglich auch, einen Riesenspaß. Nach diesem aufregenden Vormittag ist Emilia total erledigt und schläft selig im Kinderwagen – Zeit für uns in einem Restaurant zu Mittag zu essen und in Erinnerungen an ihren Geburtstag vor 2 Jahren zu schwelgen. Wir stoßen auf unser größtes Glück an und sind einfach nur dankbar für Alles was wir haben – wir blicken auf einen wunderschönen Urlaub zurück, haben eine bezaubernde Tochter und ein kleines Wunder im Bauch. Welch ein Segen!

Am See entlang geht es wieder zurück zum Campingplatz.kroatien-438-von-685kroatien-434-von-685

Den tollen Tag lassen wir auf dem Campingplatz ausklingen. Natürlich darf an einem Geburtstag ein Geburtstagskuchen nicht fehlen.

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Ein unvergesslicher Geburtstag geht zu Ende. Wenn Alles nach Plan läuft, wird Emilia ihren 3. Geburtstag ebenfalls auf Reisen feiern – unsere kleine Weltenbummlerin.

Übernachtungsplatz: Camping Bled (23,08€)

Tag 17: Sa, 01.10.2016: Bled – Osnabrück (1.005km)

Der heutige Tag ist ein reiner Rückreisetag. Wir fahren – mit etlichen Pausen zum Essen, Spielen, Spazieren gehen – in Summe 1000km. Mitten in der Nacht kommen wir zu Hause an und fallen in unsere Betten. Morgen wartet noch eine Menge Arbeit auf uns. Neben des üblichen Kofferauspackens und Wäschewaschens, muss Lizzy winterfest gemacht werden. Denn unsere Wohnmobilsaison ist nun beendet. Aber an Arbeit möchten wir gerade noch nicht denken. Nun kuscheln wir uns in unsere Betten in unserem wunderschönen Zuhause und während der Eine von der wunderbaren Adria träumt, träumt die Andere von bevorstehenden Abenteuern mit Lizzy, Emilia und dem erwarteten Baby…

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