Ein Stückchen entlang der Adria magistrale

Tag 12: Mo, 26.09.2016: Omisalj – Senj (52km)

Wieder auf dem Festland erreichen wir die Adria magistrale, die berühmte Küstenstraße, die sich von Nord nach Süd entlang der gesamten kroatischen Küste zieht. Die Fahrt ist phantastisch. Nicht umsonst zählt die Straße zu den schönsten Strecken am Mittelmeer. Obwohl wir nur ein kleines Stück der Route fahren, sind wir begeistert. Wir halten immer wieder an und genießen die Aussicht, während Emilia ihren Mittagsschlaf hält.kroatien-274-von-685

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Wir könnten hier ewig verweilen und die Aussicht auf das Meer, die Küste und die gegenüberliegenden Inseln Krk und Rab genießen.

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Wir passieren den touristischen, aber durchaus schönen Ort Crkvenica und erreichen nach ca. 45km Küstenstraße einen kleinen Wohnmobilstellplatz in Senj.

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Wir ergattern den letzten freien Stellplatz in erster Reihe am Wasser und essen zunächst einen Mittagssnack.

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Gut gestärkt machen wir einen Spaziergang durch den Ort.

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Da der Ort nicht sonderlich groß ist, sind wir schnell wieder am Stellplatz. Uns fällt das kleine Restaurant direkt am Stellplatz auf und wir beschließen, dass wir hier zu Abend essen möchten.

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Aber noch scheint die Sonne ununterbrochen und wir können es gar nicht erwarten ins Wasser zu springen. Während Sven und ich abwechselnd schnorcheln, tobt sich Emilia auf dem Spielplatz aus. Hier kommt jeder auf seine Kosten!

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Wir genießen es so sehr hier zu sein, dass wir am Strand bleiben bis es fast dunkel ist.

Beim Duschen lässt Sven sich vom Stellplatzbesitzer eine Flasche edles Olivenöl andrehen (ja, ihr lest richtig: der gute Mann hat die Gunst der Stunde genutzt und Sven beim Rasieren gefragt, ob er lieber Slibovic oder Olivenöl mag – Olivenöl. Und ehe Sven sich versieht, hatte er eine Flasche in der Hand – bezahlen kannst du später. Ein unglaublich guter Verkäufer!) Aber das Olivenöl ist selbstgemacht, wirklich lecker und so haben wir ein tolles Souvenir für zu Hause, das uns in den nächsten Wochen beim Kochen immer wieder gedanklich an diesen schönen Ort zurück bringt.

Nach dem ereignisreichen Tag schläft Emilia ohne Probleme ein und Sven und ich haben Date Night. Bestückt mit dem Babyphone gehen wir in das urige, kleine, nur 100m vom Wohnmobil entfernte Restaurant. Wir wählen den Tisch mit dem besten Babyphone-Empfang und die große Fischplatte für Zwei (die wir absolut weiterempfehlen können).

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Ein unglaublich schöner Reisetag geht zu Ende.

Übernachtungsplatz: Senj Kamp Skver (GPS: N 44° 59′ 39“, O 14° 53′ 59“) (18€)

Tag 13: Di, 27.09.2016: Senj – Sveti Juraj(10km)

Morgens machen Sven und Emilia einen Spaziergang in den Ort und bringen ofenfrisches, noch warmes Gebäck mit. Wir frühstücken draußen mit Blick aufs Meer, die Möwen kreischen, es duftet nach Meer, firschen Croissaints und Kaffee – kann ein Tag besser starten? Wir genießen den Moment und zögern die Weiterfahrt noch ein wenig hinaus. Aber irgendwann begeben wir uns doch auf die Weiterreise entlang der tollen Küstenstraße.

Bereits nach ein paar Kilometern halten wir allerdings wieder an. Hier finden wir einen weiteren traumhaften Stellplatz direkt am Wasser.

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Es ist unglaubich schön hier. Es gibt keine zugewiesenen Stellplätze sondern jeder kann sich hinstellen wohin er mag. Man hört zwar den Verkehr der Küstenstraße, aber uns stört das gar nicht. Das Rauschen des Meeres und das Kreischen der Möwen ist lauter 🙂 Wer es ruhiger mag, der findet im hinteren Platzteil ein ruhigeres Plätzchen. Wir bevorzugen allerdings die unmittelbare Wassernähe.

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Wir verbringen einen unglaublich tollen Tag. Wenn ich an unsere Kroatien-Reise denke, denke ich stets als Allererstes an diesen Tag. Es war herrlich. Einfach mal nichts tun. Lesen. Schnorcheln. Steine sammeln. Dösen. Und sobald die Lust auf irgendetwas kam – unser gesamter Hausstand war keine 5m entfernt. Einfach herrlich. Freiheit pur.

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Übernachtungsplatz: Eurocamp Raca Sveti Juraj (GPS: N 44° 55′ 00“, O 14° 54′ 57“) (16,50€)

Tag 14: Mi, 28.09.2016: Sveti Juraj -Otočac (51km)

Wir starten mit einem Frühstück in der Sonne in den Tag.

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Es sind unsere letzten Stunden am Meer und ich werde etwas traurig. Die Trennung fällt mir schwer. Wie gern würde ich die Küstenstraße weiter runter fahren bis nach Dubrovnik. Oder einfach noch ein paar Tage hier bleiben und das süße Nichtstun genießen. Aber die Pflicht ruft und wir müssen so langsam den Heimweg antreten.

Wir checken aus und bezahlen die Stellplatzgebühr. Ich frage die nette Dame an der Kasse, ob wir den Vormittag noch hier bleiben dürfen. Da der Platz eh in den nächsten Tagen schließt, stört das hier niemanden. Und so verbringen wir noch tolle letzte Stunden am Strand. Spätestens als direkt neben uns Bauarbeiten beginnen und eine Baugrube ausgebuddelt wird, wird klar, dass die Saison hier zu Ende geht. Was die hier wohl vor haben? Hoffentlich bringen sie den etwas in die Jahre gekommenen Platz nur ein wenig in Schuss. Denn die Lage ist wirklich einmalig und es wäre schade, wenn dieser Platz demnächst schließt. Wir lassen uns von dem Treiben um uns herum nicht beirren und genießen die letzten Stunden Sommer, Sonne, Adria in vollen Zügen.

Am Nachmittag brechen wir aber wohl oder übel auf.

Unser nächstes Ziel ist der Nationalpark Plitvicer Seen.Wir verlassen die Küstenstraße und fahren hinein ins Velebit-Gebrige. Kurvig führt uns die Straße durch Laub- und Kiefernwälder immer weiter weg vom Meer, bis wir das Meer irgendwann nicht mehr sehen können.

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Otočac ist der einzige größere Ort auf der Strecke. Er liegt ca. 20km vor dem Nationalpark. Da wir nicht auf den Campingplatz beim Nationalpark möchten und das Übernachten auf den Parkplätzen des Nationalparks verboten ist, beschließen wir, in Otočac zu übernachten und am nächsten Morgen ganz früh zum Nationalpark aufzubrechen.

In Otočac gibt es einen kleinen Park, in deren Umfeld es ein paar Stellplätze gibt. Hier parken wir Lizzy und sehen uns zunächst im Ort um. Der Ort ist nicht schön, wir sehen zerbombte Häuser, Einschusslöcher und Armut. Der Krieg der 90er Jahre ist hier noch allgegenwärtig und der Ort hat so gar nichts von dem maritimen Flair an der Küste.

Schnell machen wir uns wieder auf den Weg in den Park. Auf dem großen Spielplatz tobt Emilia sich aus, während wir kroatische Familien beobachten.

Im Park fühlen wir uns schnell wieder wohler. Hier treffen sich die Mamas mit ihren Kindern und trinken mitgebrachten Kaffee während ihre Kinder zusammen spielen. Ich liebe es auf Reisen Einheimische bei ihrem Alltag zu beobachten und ein Stück dessen zu sein. Als Emilia stolpert, eilt ihr ein kroatischer Junge direkt zur Hilfe und hilft ihr auf die Beine. Und beim Schaukeln kommt sie mit einem kleinen Mädchen in Kontakt. Die Kinder verstehen sich ohne Sprache. Richtig toll zu beobachten.

Am Abend machen wir uns einen bunten Salat, den wir im Wohnmobil essen und sind früh im Bett. Schließlich haben wir Morgen viel vor…

Übernachtungsplatz: Otočac (GPS: N 44° 52′ 06“, O 14° 06′ 3“) (0€)

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