Unsere Allgäu Tour: Fazit, Route und Literaturempfehlungen

Die Fakten:
  • Reisemittel: Unser Wohnmobil
  • Reisezeit: Juni 2016
  • Dauer: 17 Tage
  • gefahrene Kilometer: 1.858 km
Unsere Route:

StepMap Allgäu Tour

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Ganz nach dem Motto „der Weg ist das Ziel“ lassen wir uns für die Anreise von Osnabrück ins Allgäu mehrere Tage Zeit. Dann starten wir mit dem Ostallgäu, die berühmten Königsschlösser stets im Blick. Im Oberallgäu haben wir etwas Pech mit dem Wetter, dafür wird es, je näher wir dem Bodensee kommen, hochsommerlich warm.

 

Unsere Reiseliteratur:

       

Diese drei Reiseführer hatten wir mit an Bord und waren mit der Kombination mehr als zufrieden. Allen voran der Womo – Reiseführer*. Dieser darf bei uns bei keiner Wohnmobilreise mehr fehlen. Wir fahren zwar nicht die beschriebene Route nach, aber die Tipps zu freien Stellplätzen sind für uns Gold wert. Ohne diesen Reiseführer hätten wir niemals so schöne Übernachtungsplätze mitten in der Natur gefunden. Und wenn man nur eine Nacht frei steht anstelle einen Campingplatz anzufahren, hat man den Anschaffungspreis schon raus. Ausreichend Tipps zur Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten sind für uns ebenfalls immer sehr hilfreich.

Außerdem habe ich für diese Reise zum ersten Mal in einen Wanderführer* investiert. Und das war ein absoluter Volltreffer. Wer wie wir ohne Babytrage mit Kleinkind wandern möchte, für den ist dieser Wanderführer genau die richtige Wahl.Wir sind die Touren 1, 31, 37 und 38 gelaufen und sind begeistert. Die Auswahl der Touren ist wunderschön und die Beschreibung sehr zutreffend. Und unser  Stadtkinderwagen hat die Touren ohne Probleme gemeistert. Wir haben jedenfalls Dank dieses Buches unsere Leidenschaft fürs Wandern entdeckt und wären gern noch alle anderen Touren gelaufen.

Zu guter Letzt habe ich noch den aktuellen MARCO POLO Reiseführer* eingepackt. Ich dachte, um mal was nachlesen zu können, wäre das sinnvoll. Aber wir haben ihn nicht viel gebraucht, da wir uns auf den Campingplätzen und in den jeweiligen Orten in der Touristeninformation immer mit reichlich Infomaterial versorgt haben. Nichts desto trotz ist er eine schöne Ergänzung.

Das Wetter:

Das Wetter war durchwachsen. Von Winterjacke bis Bikini kam Alles zum Einsatz. In der ersten Woche war es sehr wechselhaft, dafür war es in der zweiten Woche hochsommerlich warm.

Wie hat es uns gefallen?

Zunächst muss ich gestehen, dass ich, Kurztrips mal ausgenommen, noch nie in Deutschland Urlaub gemacht habe. Mich zog es schon immer in die Ferne und mir konnte eine Reise gar nicht exotisch genug sein. Im Urlaub bestellt man sein Essen in einer Fremdsprache, man wird inspiriert von fremden Kulturen, und man bringt Sonnenbräune mit. Allgäu? Hätte mir vor 2 Jahren jemand gesagt,  dass ich im Allgäu Urlaub mache – und dazu noch Camping – ich hätte ihn für verrückt erklärt.

Tatsächlich kostete es mich “Überwindung” in unserem Sommerurlaub nicht die Toscana oder Provence anzusteuern, sondern das Allgäu. Aber was soll ich sagen? Es war grandios. Und ich frage mich nun, ob ich alt und spießig geworden bin oder vorher einfach nur jahrelang verblendet war ;-). Ich erwarte an dieser Stelle bitte keine Antwort von Euch.

In der Tat eignet sich das Allgäu hervorragend für einen Familienurlaub. Es ist so wunderbar idyllisch und man hat eine Vielzahl an Möglichkeiten sich zu beschäften. Uns hat es besonders das Wandern angetan. Ja, Wandern mit Kinderwagen geht. Geht sogar sehr gut. Ein auf Kinderwagen ausgelegter Wanderführer ist hier allerdings vorteilhaft, wenn man sicher gehen möchte, dass man nicht auf halber Strecke aufgrund von unüberbrückbaren Hindernissen umkehren muss. Die Wege sind, typisch deutsch, hervorragend ausgeschildert. Viele gepflegte Spielplätze sowie auf jeder Tour reichlich anzutreffende Tiere werden auch Eure Kinder begeistern. Uns haben die Touren Rund um den Hopfensee sowie Zu den Burgruinen Hohenfreyberg und Eisenberg am besten gefallen (beide Touren sowie 38 weitere findet ihr im oben vorgestellten Wanderführer).

 

Die vielen, vielen Badeseen sind mit den flach abfallenden Ufern ideal zum Baden für kleine Kinder.

Die schönen Ortschaften wie Wangen und Füssen laden zum Schlendern und Eis essen ein. Auch wenn es hier für meinen Geschmack etwas zu „altbacken“ zugeht. Falls ihr noch Zeit für einen Abstecher nach Konstanz habt, dann solltet ihr unbedingt hinfahren. Die Stadt am Bodensee hat es uns total angetan.

Ja, und zu guter Letzt geben Sprache, Kleidungsstil und die Allgäuer Küche Norddeutschen wie uns das Gefühl im Ausland zu sein. Also – das Allgäu ist für uns definitv urlaubstauglich. Wenn es doch nur eine Gut-Wetter-Garantie in Deutschland gäbe…

Und das Campen?

Nach unserer zweiten Tour mit dem Wohnmobil sind wir restlos überzeugt vom Reisen im Wohnmobil. Das rollende Zuhause hat für uns nur Vorteile. Mehr Felxibilität geht nicht. Eine volle Windel fünf Minuten nach der letzten Rast ist kein Problem und die Hoffnung auf einen Rastplatz mit gesunden, leckeren Snacks zu vernünftigen Preisen gehört der Vergangenheit an. Unser Haushalt reist ja mit. Ein spontanes Mittagsschläfchen am Wegesrand, Bewegungsdrang in einer Fahrpause trotz Regenwetter, mal eben Zähne putzen, oder das Outfit wechseln. Kein Thema! Am Abend spontan entscheiden, noch zum Sonnenuntergang aus der Stadt raus zu fahren. Und dann mitten in der Natur übernachten. Wann waren wir zuletzt so beweglich, so mobil und hatten so viele Möglichkeiten? Wir können uns zum jetzigen Zeitpunkt keine schönere Form des Reisens vorstellen.

 

Auch auf dieser Reise haben wir Campingplätze so weit wie möglich gemieden. Wir stehen einfach am liebsten irgendwo in der Natur mit Blick auf einen See und nicht auf andere Wohnmobile. Campingplätze steuern wir im Prinzip nur an, wenn wir Wäsche waschen müssen. Und das kommt bei uns mindestens einmal die Woche vor. Ich wundere mich immer ein wenig, wie viel Schmutzwäsche im Vergleich zu anderen Campern bei uns anfällt. Auch wird in Wohnmobilreiseführern, Reiseblogs und Campingforen das Thema Wäsche waschen gänzlich ignoriert. Sind wir denn die einzigen Camper die unterwegs so viel waschen müssen?

*Werbehinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links. Wenn Du über einen dieser Links einkaufst, bekomme ich eine kleine Provision, ohne dass Du mehr bezahlen musst.

3 Kommentare

  1. Hi, ein toller Artikel mit vielen schönen Bildern und tollen Tipps. Danke dafür 🙂
    Wir waren vor kurzem ebenfalls im Allgäu und sind dann vom Bodensee an der Eng vorbei bis nach Österreich zum Aachensee gefahren. Echt überall schöne Landschaften, Flüsse und Seen. Wer Lust hat kann unseren Roadtrip ebenfalls hier nachlesen: https://www.bringhand.de/blog/index.php/2016/06/04/roadtrip-mit-einem-halbausgebauten-transporter-aus-einkaufskisten-in-die-berge/

    Viele Grüße

    Gefällt mir

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