Wieder zu Hause…

Nach 56 Tagen on the road, nach 8 Wochen Leben im Wohnmobil, nach diesem uns völlig aus der Bahn werfenden Unfall sind wir am 27.09.2015 wieder zu Hause.

Als wir die Tür aufschließen erwartet uns erstmal eine dicke Überraschung:

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Unsere Familie hat unseren Kühlschrank mit allem Notwendigen wie Milch, Brot, Aufschnitt, Obst und Gemüse gefüllt. Außerdem steht für das Abendessen ein fertiges 3 Gänge Menü im Kühlschrank bereit, das wir nur noch erwärmen müssen.

Desweiteren haben sie sehr praktische Gutscheine, wie Wäsche bügeln, Fenster putzen, Hilfe bei der Gartenarbeit, Babysitting,  Salatbringdienst usw. gestaltet, um uns den Start zu Hause zu erleichtern.

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Da ich unterwegs Geburtstag hatte, stehen sogar Geburtstagsgeschenke für mich bereit.

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Wir sind zu Tränen gerührt. So blöd das Ende unserer Reise auch war, wird uns in diesen Tagen (mal wieder) bewusst, worauf es wirklich ankommt: Wir haben uns! Und wir haben so liebe Menschen um uns herum. Wir werden neue Träume träumen! Auch ohne Lizzy werden wir wieder reisen. Wir werden Emilia die Welt zeigen. Und wir werden immer wieder mit schönen Erinnerungen und ein bisschen Fernweh im Gepäck heimkehren und dieses unheimlich warme Gefühl spüren, wieder zu Hause zu sein.

Zum Auspacken sind wir zu überwältigt, wir duschen schnell  und lassen den Abend bei Zucchinisuppe, Lasagne und Tiramisu ausklingen.

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Ja, es ist schön wieder zu Hause zu sein. Wobei sich die ersten Tage auch „fremd“ anfühlen. Unsere 150qm große Wohnung erscheint uns riesig, ich stelle fest, dass unser Gäste-WC größer als das gesamte Wohnmobil ist. Und all die Technik, die uns den Alltag erleichtert: Eine Spülmaschine. Waschmaschine und Trockner. Ein Backofen! Wasserkocher. Kaffeevollautomat. Mikrowelle. Ein Staubsauger. Ein Saugroboter. Scheinbar unendlicher Platz im Kühlschrank. Scheinbar unendlicher Platz im Gefrierschrank. Unendlich Wasser aus der Leitung! Rasend schnelles WLAN. Der Thermomix. 1000 Steckdosen aus denen stets Strom kommt. Ein Fernseher…

Und soll ich euch was verraten? Bis auf immer verfügbares WLAN haben wir Nichts davon vermisst. Ok, ab und an etwas mehr Platz im Kühlschrank. Und ein Backofen für Süsskartoffelpommes. Aber ansonsten hatten wir Alles was wir brauchten. Diese Erkenntnis stimmt mich sehr nachdenklich in den ersten Tagen. Es lässt mich viel grübeln über das Leben das ich führe und über das, was man wirklich zum Glücklich sein braucht und das, was man häufig meint, zu brauchen. (Leider) verfliegt dieses Gefühl auch sehr schnell wieder und die Konsumgesellschaft hat mich schneller wieder als Sven bis Drei zählen kann 🙂

Zum Abschluss möchte euch noch kurz unseren Garten zeigen, um den sich während unserer Abwesenheit niemand gekümmert hat (da wir relativ frisch in unser Eigenheim gezogen sind, hatten wir ein leeres Beet ohne Bepflanzung hinterlassen):

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Ist es nicht irre, was die Natur macht, wenn man sie einfach mal 8 Wochen machen lässt?

Das war’s. Unser Roadtrip ist vorbei. Und mittlerweile, ein halbes Jahr nach der Reise, steht Lizzy auch wieder vor der Tür. Wie ich hier auf dem Blog schon angedeutet habe, haben wir sie per Spedition holen und durch eine Werkstatt wiederbeleben lassen. Wir haben Lizzy gerettet! 

Wir sind also startklar für die kommende Camping-Saison. Wir schmieden wieder Reisepläne und träumen uns an ferne Orte.

Wir hoffen, euch hat unsere Reise ein bisschen Freude gemacht. Für uns war es jedenfalls die beste Zeit überhaupt. Wir würden es jederzeit wieder so machen. Klar haben wir uns auch mal angezickt, aber es ist kein Tag vergangen, an dem wir nicht glücklich, dankbar und zufrieden waren. Und die Erinnerungen an diese unglaublich tolle Zeit kann uns keiner mehr nehmen. Sie bleiben uns für immer.

2 Kommentare

  1. Das war ja ein wirklich eine tolle Willkommensüberraschung. Und eine tolle Reise! Wenn ich Wohnmobile oder einfach Vans sehe, fange ich auch an zu träumen:-)
    Das mit Raum und Kosum kenne ich. Ein Jahr lang hatte ich nur meinen Rucksack und wohnte in Mehrbettzimmern. Ich hatte alles was ich brauchte, aber man gewöhnt sich leider auch schnell wieder an Komfort und Platz. Eigentlich unsinnig, oder?

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