Traumhafte Strände in der Algarve

Weiter geht es mit der Algarve. Hier sind die Strände so schön, dass ich eine Zeit lang den Blog habe Blog sein lassen und einfach mal das Leben genossen habe. Aber nun geht es hier endlich weiter, ich habe euch nämlich noch eine Menge zu berichten…

Praia do Bordereira (06.09.15)

Direkt nachdem wir das „Willkommen in der Algarve“ Schild passiert haben, wird die Landschaft hügeliger und die Straße immer kurviger. Es ist heiß und wir freuen uns auf einen Nachmittag am Strand. Der Reiseführer verspricht, die Praia do Bordeira sei für Kleinkinder ideal, also nix wie hin. Und der Strand ist wirklich toll. Hinter dem breiten Sandstrand erstreckt sich nämlich eine Sandbucht mit Süßwasser, die von einem kleinen parallel zum Strand verlaufenen Bach gespeist wird. Das Wasser ist gerade mal knöcheltief und Emilia kann hier im Wasser krabbeln. Sie genießt es sehr und macht ordentlich Kilometer und möchte gar nicht raus.

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Sie protestiert dementsprechend laut als wir sie dann irgendwann mit Gänsehaut rausfischen. Aber nach einem heißen Bad und intensivem Warmkuscheln mit Papa ist sie zum Abendessen wieder bestens gelaunt. Total übermüdet schläft sie ein und wir kommen mit den anderen Campern ins Gespräch – wie wir bereits angenommen haben sind die meisten nicht wie wir wegen der flachen Süsswasseransammlung sondern wegen der meterhohen Wellen hier – der Strand ist nämlich nicht nur bei Kleinkindern sondern auch bei Surfern sehr beliebt.

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Cabo de São Vincente – Am „Ende der Welt“ (07.09.15)

Heute waren wir am südwestlichsten Zipfel Europas – dem Cabo de São Vincente. Hier bekommen wir einen Vorgeschmack auf das, was uns in der Algarve erwartet: wunderschöne Landschaft, hohe Temperaturen, viele, viele Touristen und die teuersten Preise unserer Reise.

Wir parken wie alle Anderen am Straßenrand und legen die letzten Meter bis zum südwestlichsten Punkt des europäischen Festlandes zu Fuß zurück. Links und rechts überall Händler, die uns von Tüchern, über Sonnenbrillen, über Uhren, Getränke, Essen allen möglichen Kram andrehen wollen.

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Wir schießen ein paar Bilder, essen die obligatorische Wurst am legendären Bratwurststand „letzte Bratwurst vor Amerika“ und sind dann froh, als wir wieder fahren. Irgendwie hatten wir uns mehr erhofft. Trotz der wirklich atemberaubenden Aussicht nervt uns der Trubel und das „Schlange stehen“ für ein Landschaftsfoto. Wahrscheinlich leiden wir am Kulturschock. Aus dem ruhigen Norden so plötzlich mitten ins Touristenchaos überfordert uns doch etwas.

Wir fahren nach Sagres, wo wir etwas „arbeiten“ müssen – in einem Einkaufszentrum ist Wäsche waschen, Bloggen sowie Lebensmittel- und Getränkevorräte aufstocken ist angesagt. Am frühen Abend fahren wir weiter nach Lagos.

Da uns der offizielle Wohnmobilstellplatz von Lagos nicht zugesagt hat, verbringen wir die Nacht auf dem absolut einsamen Parkplatz der Praia do Camillo. Wir sind uns unschlüssig darüber ob es erlaubt war oder nicht, das Campen ist dort ausdrücklich verboten, aber das Parken nicht. Wo die Grenze zwischen Parken und Campen ist, ist Definitionssache. Wir fahren die Markise nicht aus und lassen unsere Campingstühle drin und beschließen, dass wir damit nur Parken. Auf unserer „Terrasse“ steht ein Feigenbaum, an dem wir uns reichlich bedienen und gar nicht genug von der süßen Frucht bekommen können. Wir setzen uns auf eine Mauer unter „unserem“ Feigenbaum und genießen die grandiose Landschaft. Gelbe bis ockerfarbene Felsgestalten, die von blauen, grünen und türkisfarbenen Wasserzonen umspült werden und inmitten dieser Traumlandschaft ein herrlicher Sandstrand.

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Ich möchte an dieser Stelle erwähnen, dass die Bilder absolut unbearbeitet sind, und es in Realität noch schöner aussieht!!! Dies ist definitiv einer der schönsten Strände, den ich je gesehen habe. Ich kann es gar nicht erwarten den nächsten Tag an diesem Strand zu verbringen.

Lagos: Praia do Camillo und ein unfreiwillig langer Bummel durch die Altstadt (08.09.15)

Gesagt, getan – nach einem reichlichen Frühstück begeben wir uns also zum Traumstrand schlecht hin. Leider sprechen sich schöne Orte ja immer schnell rum und da der Strand wirklich nicht groß ist, ist er im Nu proppenvoll. Am Vorabend beim Sonnenuntergang, schön leer, hat er mir definitiv besser gefallen. Aber wir haben noch ein schönes Plätzchen ergattert und verbringen einen entspannten Vormittag am Strand.

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Am Nachmittag spazieren wir durch Lagos – eine richtig nette Kleinstadt mit viel Flair – aber auch an Lagos ging der Massentourismus nicht spurlos vorbei. Emilia scheint mal wieder zu spüren, dass Mama und Papa noch etwas vor haben und braucht ewig bis sie müde ist, so dass wir unfreiwillig alle Altstadtgassen mehrmals abklappern können – aber als sie dann endlich im Kinderwagen schläft, steuern wir das Fischrestaurant O Pescador an. Wir bestellen in unserem bereits lieb gewonnenen und perfektioniertem Englsich-Spanisch-Mix zwei Fischgerichte sowie Vinho Verde und wundern uns bei der Bestellung unseres Nachbartisches, dass unsere Bedienung fließend Deutsch spricht. Niemals wären wir auf die Idee gekommen, hier auf Deutsch zu bestellen.

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Ein sehr schöner (Geburts-) Tag!

Barlavento – die wunderschönen Strände zwischen Lagos und Faro (09.09.-11.09.15)

Wir können nicht genug bekommen von den tollen, felsumrandeten Stränden und dem türkisfarbenden (für Sven etwas zu kaltem) Wasser. Außerdem ist es so heiß, dass uns die Unternehmungslust etwas verlässt. Es wird uns allerdings auch immer mehr bewusst, dass sich unsere Eltern- Familien- sowie Reisezeit leider dem Ende neigt. Also legen wir uns ein wenig auf die faule Haut und genießen noch ein paar Tage die Sonne und das Meer. Zwischen Lagos und Faro haben wir so einige Strände besucht. Am besten hat uns die Praia de São Rafael kurz vor Albufeira gefallen. Ich lasse einfach mal Bilder sprechen.

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Sotavento – Abschied von Portugal an der Praia Manta Rota (12.09.15)

Östlich von Faro beginnt die Sandbankküste, die durch ein sumpfiges Wattenmeer vom Festland getrennt ist. Keine idealen Badevoraussetzungen. Manta Rota, quasi der letzte Strand vor der spanischen Küste, soll den nächsten schönen, vom Festland begehbaren Strand und dazu noch einen vielversprechenden (kostenpflichtigen) Wohnmobilstellplatz haben. Hier wollen wir noch einmal den Atlantik in seiner vollen Vielfalt genießen. Am Wohnmobilstellplatz angekommen, eine kleine Enttäuschung: Der Stellplatz öffnet erst am 15.09 für Wohnmobile – für uns völlig unnachvollziehbar, da hier zur Zeit auch kein PKW parkt – absolut unwirtschaftlich. Dafür parken auf dem großen kostenfreien Parkplatz nebenan dutzende PKWs und Wohnmobile. Nach einem kurzen Schrecken (wir müssen dringend ver- und entsorgen) reihen wir uns bei den anderen Wildcampern ein und verbringen einen wunderbaren Strandtag.

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Emilia sorgt zum Abschied noch für deutsch – portugiesische Völkerverständigung und knutscht wild mit dem 18 Monate alten Miguel.

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Er und seine Großfamilie können gar nicht genug von Emilia bekommen und es wird stundenlang geherzelt, geknutscht, gespielt… Zuckersüß!!!

In Manta Rota tanken wir somit anstelle des erhofften Wassers ausreichend Kraft für den großen Sprung. Was es damit auf sich hat, erzähle ich euch schon bald…

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