Alentejo im „Schnelldurchlauf“

Die Gegend zwischen Lissabon und der Algarve heißt Alentejo. Sie ist flächenmäßig die größte Region Portugals. Da uns gefühlt die Zeit davon rennt und wir eigentlich noch so viel auf unserer „To-See-Liste“ haben, bleiben wir nur an der Küste und sparen uns die Abstecher ins Landesinnere für das „nächste Mal“ auf.

Frühstück über dem Meer, Mittagessen mit Flamingos und eine einsame Nacht am See (04.09.15)

Als Übernachtungsort nach unserem Aufenthalt in Lissabon haben wir uns den Aussichtspunkt Cabo Espichel ausgesucht. Wir wollten in den Abendstunden aus der Stadt raus und dachten es sei toll, am nächsten Morgen auf einem schönen Aussichtspunkt zu frühstücken. Sagen wir mal so – die Idee hier zu frühstücken war gut. Aber die Idee, auf einem wie mit einem scharfen Messer glatt abgeschnitten Felsen direkt über dem Atlantik zu übernachten war weniger gut durchdacht. Es ist so windig, dass das ganze Wohnmobil wackelt und so laut, dass wir nicht einschlafen können. Sven versucht vergeblich durch nächtliches Umparken eine bessere Position zu finden. Aber der Wind schafft es in jede Ecke der Gegend. Als wir dann aber irgendwann in den Schlaf finden, schlafen wir erstaunlich gut.

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Nach einem schönen Frühstück und einem Spaziergang fahren wir weiter Richtung Süden. Die Landschaft südlich von Lissabon ist wie ausgewechselt. Von grün zu staubig; von Wäldern und Wiesen zu spärlich bewaldeter „Steppe“.

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Und überall Korkeichen. Wir hatten gelesen, dass Portugal 51% des Weltkorkverbrauchs produziert. Und hier sehen wir am Straßenrand überall die frisch geschälten, rot leuchtenden Stämme.

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Wir machen einen Abstecher in die Sümpfe in der Nähe von Setúbal. Passend zum Magen knurren entdecken wir ein paar Flamingos am Rio Sado und legen hier ein kleines Picknick ein.

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Ich bin ja etwas enttäuscht, dass die Flamingos gar nicht rosa sind; aber Sven klärt mich und Emilia auf, dass es mit der Nahrung zusammenhängt und dass die Flamingos hier im Sumpfgebiet wahrscheinlich nicht die Nahrung finden, die für die schöne Farbe sorgt.

Da es aber außer der Flamingos nicht viel zu gucken gibt, fahren wir weiter. Wir nutzen Emilias erstaunlich gute Laune und versuchen ein paar Kilometer zu machen.

Am Stausee Pego do Altar gefällt es uns dann aber so gut, dass wir über Nacht bleiben.

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Absolut einsam stehen wir direkt am Wasser. Sven spielt mit dem Gedanken seine Angel auszupacken, aber als regelkonforme Deutsche trauen wir uns dann doch nicht ohne Angelschein. Zum Hohn hören wir beim abendlichen Glas Wein die Fische ununterbrochen springen, als würden sie nach Sven rufen. Die frechen Biester!

Vila Nova de Milfontes (05.09.-06.09.15)

Heute mal wieder ein Highlight unserer Reise: der Ort Vila Nova de Milfontes. Traumhaft gelegen an der breiten Mündung eines Flusses in den Atlantik. Und der Name des Flusses? Rio Mira!!! Bestimmt benannt nach meiner Mama! Ein sehr, sehr schönes Örtchen mit einem Traumstrand.

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Wir haben einen wunderschönen Nachmittag am Strand. Leider versagt der Akku der Kamera und es gibt kaum Bilder, aber Emilia liebt es in den kleinen Pfützen der Felsen zu baden, die Felsen hochzuklettern und entlang der Felsen im Kreis zu laufen. Wirklich wunderbar.

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Abends spazieren wir in den Ort, mit dem Ziel, in einem Restaurant zu essen. Aber leider sagt uns kein Lokal richtig zu – die schönste Aussicht haben wir in unserem WoMo. Also zurück „nach Hause“ , die Pfanne anwerfen und bei Tortilla und einem Glas Wein die tolle Aussicht genießen.

Am nächsten Morgen können wir der Versuchung nicht widerstehen und genießen die Sonne am wunderschönen Strand.

Mittags fahren wir weiter bis nach Azenha de Mar, der letzten Ortschaft vor der Algarve. Hier finden wir aber bis auf ein paar Bewohner und einer fetten Geburtstagsparty im einzigen Restaurant nichts vor – nicht einmal einen Strand. Aber eine schöne Aussicht.

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Da wir noch baden wollen, entscheiden wir uns weiter zu fahren und erreichen am Nachmittag noch die Algarve. Hier sind wir jetzt seit fast einer Woche und genießen die Sonne an traumhaften Stränden. Dazu in den nächsten Tagen mehr.

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