Das Baskenland – zwei Städte, die unterschiedlicher nicht sein könnten

Das Baskenland kennen wir bereits von früheren Reisen. San Sebastian zählt zu unseren Lieblingsstädten, den baskischen Schnaps Izarra haben wir schon vielfach importiert und unseren Freunden und Bekannten die korrekte Trinkweise beigebracht, den Kuchen Gateao Basque haben wir mehrfach nachgebacken. Sven hat mit diesem sogar sein perfektes Dinner gewonnen! Auch haben wir viele Abende über Parolen wie „Tourist remember, you are not in Spain, you are not in France, you are in the Basque Country“ diskutiert. Die Gegend ist uns also nicht unbekannt. Trotzdem haben wir es nie nach Biarritz sowie Bilbao geschafft. Now is the time – die Städte liegen auf unserer Route und möchten von uns erkundet werden.

Biarritz – leider nicht das was wir uns versprochen haben (7.08.15)

Nach der durchfahrenen Nacht kommen wir morgens in Biarritz an. Auf dem Wohnmobilstellplatz „Milady“ ergattern wir den letzten freien Platz. Früh ankommen zahlt sich also aus. Der Stellplatz ist asphaltiert, Strom und Wasser Inklusive. Er ist gut gelegen, in unmittelbarer Strandnähe und die Altstadt ist fussläufig zu erreichen. 24 Stunden kosten 12€ – völlig angemessen.

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Biarritz liegt traumhaft am Meer, hat einen wunderschönen Stadtstrand, malerische Gebäude am Meer und eine nette Altstadt. Eigentlich beste Voraussetzungen für eine tolle Stadt. Aber irgendwie schwappt das Flair nicht auf uns über. Uns fehlt eine schöne breite Promenade. Die Stadt ist sehr verkehrslastig – in der Innenstadt, in Strandnähe, überall fahren Autos. Bürgersteige sind entweder nicht vorhanden und falls vorhanden so schmal dass man zu Zweit nicht nebeneinander laufen kann. Zebrastreifen gibt es zwar aber irgendwie nicht an den notwendigen Stellen. Die Cafés sind so eng, dass es fast unmöglich ist, den Kinderwagen irgendwo zu parken und ohne Reservierung war es zur Mittagsstunde schwer eine Kleinigkeit zu essen. Schade, ich hatte mir so viel von der Stadt versprochen.

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Nach einem ausgiebigen Spaziergang und aufwendiger Supermarktsuche kochen wir abends Pasta und erleben das erste Gewitter unserer Reise (unsere mitreisenden, draußen schlafenden Jungs müssen richtig kreativ werden um eine geeignete Schlafmöglichkeit zu finden – unser Angebot in der Fahrerkabine zu nächtigen lehnen sie ab, trotz zuvor durchfahrener Nacht – Hut ab!)

Bilbao – viel mehr als nur Guggenheim (8.08.15-10.08.15)

So hoch meine Erwartungen an Biarritz waren, so wenig habe ich mir von Bilbao versprochen. „Hätte Bilbao nicht das Guggenheim Museum, würde sich wohl kaum ein Tourist hierher verirren“, las ich bei meinen Reisevorbereitungen. Zum Glück haben wir der Stadt eine Chance gegeben – denn wir sind von Anfang an verzaubert von ihrem Charme. Naja, nicht von ganz Anfang an, die Stadtautobahn raubt Navigator Flo und Fahrer Sven den letzten Nerv, aber als wir endlich geparkt haben, ist alles toll. Unser Stellplatz auf dem Monte Kobeta ist perfekt. Schöne, große Rasenplätze, jeder Platz mit eigener Wasser- und Stromversorgung und einer traumhaften Aussicht auf die Stadt.

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In unmittelbarer Nähe des Stellplatzes ist eine Bushaltestelle, von der aus wir für 1,25€ in die Stadt kommen. Wäre jeder Platz noch mit WLAN ausgestattet, würde ich glatt hier bleiben;-) Kleiner Spaß, ginge auch gar nicht, denn die Parkdauer ist auf zwei Übernachtungen begrenzt. Zwei Übernachtungen – das sind drei Tage – gerne hätte ich noch ein paar weitere dran gehangen, so gut hat es mir gefallen. Wir lieben die spanische Sprache, die Spanier mit ihrer offenen, lauten Art und fühlen uns auf Anhieb wohl. Schon der Busfahrer, der uns in die Stadt bringt, fällt uns mit seiner Hilfsbereitschaft positiv auf. In der Stadt angekommen, steuern wir als erstes die Touristeninformation an. Kann ich nur weiter empfehlen. Modern, klimatisiert, freundlicher Service und super schnelles Internet.

Raus aus der Touristeninformation stoßen wir direkt auf den ersten Spielplatz. Und Bilbao hat dutzende davon. Emilia schaukelt ganz begeistert und lacht dabei so ansteckend, dass viele Leute stehen bleiben um ihr beim Schaukeln zuzusehen. Mein Mutterherz schmilzt dahin.

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Wir schlendern durch die Stadt und sind ganz angetan. Tolle, alte Bauwerke, urige Tapasbars, freundliche Menschen… wir lieben Spanien!

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Und die Siesta halten wir auch ein –20150809-SAM_2588 jeder auf seine Art 🙂

Das Guggenheim Museum lassen wir natürlich nicht aus! Am ersten Tag lediglich von außen; am zweiten dann auch von innen.

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Gracias Bilbao für die wunderbaren Tage. Wir werden uns hoffentlich wiedersehen. Wir ziehen nun weiter Richtung Westen. Unsere Mitreisenden verlassen uns hier übrigens. Von nun an sind Sven, Emilia und ich unter uns. – Jungs, danke für die lustige Zeit mit euch und für eure Hilfe an diversen Stellen. Euch eine schöne Weiterreise in Richtung Barcelona. Passt auf euch auf.

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